FAQ's: Häufig gestellte Fragen:

Allgemeine Fragen zum Thema Kurse

+ Was hat es mit den ganzen Scheinen auf sich? BSP A+D, SBF Binnen, SBF See, SKS, SRC, UBI,...?

Deutschland ist scheinverrückt. Hier mal eine Auflistung der genannten Scheine, die Sie alle bei der Wilden Flotte erwerben können.

BSP: Bodenseeschifferpatent. Hier gibt es für Sportbootschiffer 2 relevante Kategorien: A=Motorboot und D= Segeln. Beide Kategorien beinhalten eine praktische und eine theoretische Prüfung.

SBF Binnen: Sportbootführerschein Binnen. Ist quasi das Pendat zum BSP auf allen anderen Binnengewässern. Die Prüfungen unterscheiden sich kaum, beim BSP gibt es ein paar extra Fragen zum Revier und seinen Besonderheiten. Aus diesem Grund ist es auch möglich, das BSP auf den SBF Binnen umschreiben zu lassen. Umgekehrt geht das nicht, dann ist eine zusätzliche Theorieprüfung notwendig.

SBF See: Sportbootführerschein See. Das ist der amtliche Schein zum Führen eines Sportbootes mit mehr als 15PS auf allen Seeschifffahrtsstraßen (Meer, 3sm von Küste entfernt, danach gibt es keine Scheinpflicht mehr). Es handelt sich um einen reinen Motorbootschein. Die praktische Prüfung ist der des SBF-Binnen bzw. des BSP für Motorboot sehr ähnlich, zuzüglich einiger Navigationsfragen. Am Bodensee hat man die Möglichkeit, durch die "Zusatzprüfung Navigation" die Praxis für den SBF See anerkennen zu lassen. Dann muss man nur noch eine theoretische Prüfung machen. Diese ist vom Umfang etwas aufwändiger als die vorhergehenden Prüfungen. Wir bieten auch hierfür Vorbereitungskurse an.

SKS: Sportküstenschifferschein. Dies ist ein rein freiwilliger Schein, der von vielen Charterfirmen jedoch als Voraussetzung zum Chartern angesehen wird. Die praktischen Kurse und Prüfungen müssen auf Segelyachten auf dem Meer stattfinden. Voraussetzung hierfür sind ein Nachweis über 300 Seemeilen sowie der SBF See. Die theoretische Prüfung ist etwas aufwändiger als die für den SBF See. Die weiterführenden Scheine SSS (Sportseeschifferschein) und SHS (Sporthochseeschifferschein) werden von uns nicht angeboten.

SRC: Short range distance certification. Dies ist der Funkschein auf Kurzwelle, auf den meisten Cahrteryachten sind Funkgeräte für Kurzwelle verbaut. In den meisten Ländern wird dann ein Befähigungsnachweis verlangt.

LRC: Long range distance certification. Dies ist der Funkschein auf Langwelle, notwendig für Funkverkehr über große Distanzen.

UBI: Funkschein für Binnengewässer.

+ Wo findet die theoretische und praktische Ausbildung statt?

Die theoretische Ausbildung findet im Schulungsraum in der Uferstraße 46 in Wallhausen statt, am Ende des großen Schotterparkplatzes gegenüber vom Strandbad.

Die praktische Ausbildung findet auf den Booten der Wilden Flotte statt. Start ist immer im Hafen Wallhausen, Steg 3.

+ Wo und wann findet die Prüfung statt?

Die theoretische Prüfung findet statt im Landratsamt Konstanz, Benediktinerplatz 1, in der Nähe des Polizeipräsidiums, immer um 8 Uhr morgens. Bitte Personalausweis und Stift nicht vergessen.

Die praktische Prüfung findet auf den Booten der Wilden Flotte statt. Start ist immer im Hafen Wallhausen, Steg 3. Die Adresse und eine Anfahrtskarte finden Sie unter "Anfahrt". Die Prüfungstermine finden Sie unter "Termine".

+ Welche Anmeldefristen gibt es?

Die Anmeldung zur Prüfung beim Schifffahrtsamt sollte mind. 3 Wochen vorher erfolgen. Eine Anmeldung ohne Prüfung ist auch kurzfristiger möglich.

+ Welche Knoten muss ich für die Prüfung können?

8 Stück: Kreuzknoten, Schotstek, doppelter Schotstek, Achtknoten, Palstek, Rohringstek, Webeleinstek, Belegen einer Klampe.

(Die Knoten werden natürlich im Kurs gemeinsam geübt.)

+ Wie kann ich die Knoten zu Hause üben?

Wenn Sie sich vor dem Kurs schon damit beschäftigen möchten, empfehlen wir Videos zu Knoten auf Youtube. Es gibt auch sehr gute Bücher zum Thema.

+ Wie kann ich mich zu Hause auf den Kurs, bzw. die Prüfung vorbereiten?

  • Mit dem Smartphone mit unserer eigenen App "Wildes BSP" für Android oder iPhone.

  • Diverse Literatur, z.B. das Buch von Andreas Ellegast mit den amtlichen Prüfungsfragen.

  • Knotenvideos auf Youtube (Suchen nach Palstek, Schotstek, doppelter Schotstek, Kreuzknoten, Webeleinstek, Rohringstek, Belegen einer Klampe, Achtknoten)

+ Ich habe schon die Theorie gemacht und brauche nur noch die praktische Ausbildung. Was muss ich in diesem Fall beachten?

Machen Sie einfach mit uns Termine für Fahrstunden oder Segeltage aus. Maximal darf ein Jahr nach der theoretischen Prüfung vergangen sein, bis die Praxis nachgeholt wird.

+ Ich habe einen Schweizer Wohnsitz, was muss ich beachten?

Für Personen mit Schweizer Wohnsitz (ob Erst- oder Zweitwohnsitz spielt keine Rolle) ist es nicht gestattet, die Prüfung zum BSP in Deutschland abzulegen. Sie können jedoch bei uns die Ausbildung machen und dann nur noch die Prüfung mit 1-2 Übungsstunden auf dem Prüfungsboot in der Schweiz.

Bei den Prüfungen zum SBF Binnen sowie zum SBF See spielt der Wohnsitz keine Rolle.

Fragen zum Thema Segelkurse

+ Wie lange dauert die Ausbildung?

Unsere Kurse gehen über 9 Segeltage á 5h, üblicherweise in zwei Wochen:

  1. Woche Montag bis Freitag
  2. Woche Montag bis Donnerstag und Freitag Prüfung.

Die Tage können jedoch auch individuell aufgeteilt werden.

+ Wie sind die Kurszeiten fürs Segeln?

Die Standardzeiten sind Montag bis Freitag von 9:30 bis 12:00 und 13:00 bis 15:30 Uhr, Samstag und Sonntag von 10:00 bis 12:30 und 13:30 bis 16:00 Uhr. Die Mittagspause wird in Wallhausen oder Überlingen verbracht (meistens Wallhausen, da es der Heimathafen ist und immer Liegeplätze vorhanden sind). Von den Standardzeiten abweichend können mit uns auch individuelle Termine und Zeiten vereinbart werden.

+ Ich fühle mich noch nicht fit für die Prüfung, was nun?

Zunächst einmal, 9 Tage sind nicht viel und niemand erwartet, dass Sie danach das Segeln perfekt beherrschen (sofern das überhaupt geht). Auch die Prüfer wissen das. Verlassen Sie sich auf unsere Einschätzung bezüglich Prüfungsreife. Falls auch wir zu zusätzlicher Übung raten, finden wir sicher eine Lösung für Zusatztage oder Intensivunterricht. In der Regel reichen die 9 Segeltage zum Bestehen der Prüfung aus.

+ Ich möchte nur mal einen Tag ausprobieren, ob das Segeln überhaupt was für mich ist.

Wir bieten Schnuppersegeln an. Für 65 Euro können Sie einen Tag lang in unsere Kurse reinschnuppern. Gerne dürfen Sie dann den Skipper und die Mitsegler mit all Ihren Fragen löchern. Für den Schnuppertag gelten die normalen Segelzeiten (siehe oben).

+ Ich kann schon segeln, müsste nur noch mal die Prüfungsmanöver fahren und kann dann zur Prüfung antreten.

Freut uns, dass Sie vom Segelfieber schon gepackt wurden, dann brauchen wir das nicht mehr zu tun :). Allerdings raten wir Ihnen, eine zusätzliche Meinung bei einem Schnuppertag von unseren Skippern einzuholen. Oftmals schätzen Segler ihr Können falsch ein bzw. ist ihnen nicht klar, was bei der Prüfung alles gezeigt werden muss. Wer oft auf Chartertörns mitgefahren ist, wird nicht unbedingt auch Rettungsmanöver gefahren sein. Außerdem ist es was ganz anderes, wenn SIE auf einmal der Schiffsführer sind. Probieren Sie es bei einem Schnuppertag aus und dann finden wir sicher eine Lösung, wie Sie in kürzerer Zeit zum Schein kommen.

+ Ich habe den BSP-Motorteil schon gemacht, was muss ich beachten?

In diesem Fall müssen bei der Theorie nur noch die Segelfragen beantworten werden. Das ist auf dem Anmeldeformular entsprechend anzugeben. Bei der Praxis bleibt alles gleich. Auch die Knoten müssen meistens noch mal gezeigt werden.

+ Was kann in der Prüfung abgefragt werden?

Rettungsmanöver (Q-Wende & Halse), Segelführung, Wende, Halse, Beidrehen, Schmetterling, Kurse zum Wind, Reffen der Segel, Anlegen, Ablegen, Knoten.

Fragen zum Thema Motorbootkurse

+ Wie lange dauert die Ausbildung?

Im Einzelkurs rechnen wir mit 3-4 Motorbootstunden (Zeitstunden). In Gruppen spart man etwas Zeit, dadurch wird der Kurs auch günstiger (bei 3 Personen insgesamt ca. 9h).

+ Wie sind die Kurszeiten für Motorbootstunden?

Wir schulen von morgens bis abends, 7 Tage die Woche. Die Zeiten können individuell mit uns vereinbart werden.

+ Ich bin bereits im Besitz des BSP A, möchte aber gerne eine Auffrischung, ist das möglich?

Das ist selbstverständlich möglich, wir begrüßen das sogar. Niemand hat etwas davon, wenn Sie unerfahren und unsicher auf dem Wasser unterwegs sind. Gerne können wir auf dem Boot, welches gechartert werden soll, bzw. Ihrem eigenen Boot eine oder mehrere Stunden zusammen üben. Hier legen dann natürlich Sie die Schwerpunkte. Worauf kommt es Ihnen an? Was wollen Sie üben, ausprobieren, machen?

+ Was kann in der Prüfung abgefragt werden?

Rettungsmanöver, Anlegen Bb & Stb, Wenden auf engem Raum, Anlegen in der Box, Knoten.

+ Was hat es mit der Navigationsprüfung auf sich?

Mit der Zusatzprüfung Navigation (geht nur in Verbindung mit der praktischen Motorbootprüfung für das Bodenseeschifferpatent) bekommt man die praktische Prüfung für den SBF See erlassen. Für die Theorieprüfung bieten wir Vorbereitungskurse an (Sa+So).

Fragen zum Thema Chartern

+ Ich bin bereits im Besitz des BSP A oder D, möchte aber gerne eine Auffrischung, ist das möglich?

Das ist selbstverständlich möglich, wir begrüßen das sogar. Niemand hat etwas davon, wenn Sie unerfahren und unsicher auf dem Wasser unterwegs sind. Gerne können wir auf dem Boot, welches gechartert werden soll, eine oder mehrere Stunden zusammen üben. Hier legen dann natürlich Sie die Schwerpunkte. Worauf kommt es Ihnen an? Was wollen Sie üben, ausprobieren, machen?

+ Ich bin im Besitz des SBF Binnen oder SBF See, habe jedoch kein Bodenseeschifferpatent. Kann ich trotzdem chartern?

Am Bodensee darf kein scheinpflichtiges Boot ohne Bodenseeschifferpatent gefahren werden. Der SBF Binnen oder SBF See reicht nicht aus. Sie können bei uns trotzdem chartern, sofern Sie bei den Schifffahrtsämtern ein Ferienpatent beantragen. Dieses kann einmal in der Saison für die Dauer von 4 Wochen beantragt werden. Ohne Bodenseeschifferpatent oder Ferienpatent können wir leider keine Boote verchartern.

+ Kann ich die Chartergebühr auch vor Ort in bar zahlen?

Ja, das ist möglich.

+ Ist Kartenzahlung möglich?

Derzeit nein, aber wir arbeiten daran, auch hierfür eine Möglichkeit zu bieten. Im Nachbarort gibt es einen Geldautomaten.

+ Muss Kaution hinterlegt werden?

Bei den Motorbooten werden 500 Euro als Kaution in bar hinterlegt. Das ist gleichzeitig die Selbstbeteiligung im Schadensfall. Wir arbeiten an einer Möglichkeit, dies auch mittels Kreditkarte durchzuführen.

+ Wie sind die Stornierungsbedingungen?

Nichtwetterbedingte Absagen berechnen wir bei unter 48 Stunden vor Termin mit 25% des Preises, unter 24 Stunden vorher mit 50%. Bei wetterbedingter Absage nach Absprache mit uns ist die Stornierung kostenlos (bei Sturm, Starkwind, Gewitter, strömendem Regen oder Wintereinbruch).

+ Wird das Boot vollgetankt übergeben, muss ich selber tanken?

Alle unsere Boote sind mit Spritzählern ausgestattet. Dadurch können wir exakt nach Verbrauch abrechnen, der Zeitaufwand des Tankens entfällt hiermit für Sie.

+ Was passiert bei verspäteter Rückgabe?

Bitte planen Sie Ihren Törn so, dass das Boot zu der vereinbarten Zeit wieder abgabebereit im Hafen steht. Verspätungen sind vor allem für nachfolgende Charterer ärgerlich. Wir behalten uns vor, eine Verspätungsgebühr von 2 Euro pro Minute zu berechnen.

+ Muss das Boot vor Charterende gereinigt werden?

Das Boot sollte "besenrein" übergeben werden. Andernfalls behalten wir uns vor, eine Reinigungspauschale von 30 Euro zu berechnen.

+ Kann auf den Booten übernachtet werden?

Die Stingray 208CR und die Varianta 65 sind mit einer kleinen Kajüte ausgestattet. In dieser kann übernachtet werden. Alle anderen Boote sind hierfür nicht geeignet.

+ Welche Wassersportausrüstung kann als Option zu den Motorbooten dazugebucht werden?

Gegen Aufpreis können Wasserski, Wakeboard, Banane, Tube dazugebucht werden. Die Wasserski-/Wakeboard-Ausrüstung ist im Preis für die Stingray 215LR inbegriffen.